Kleines Lexikon

Altfrei

Das Wort Altfrei ist gleichbedeutend mit Edelfrei. = Geschlechter, die durch keinen Dienstherrn in die sogenannte 'Freiheit' entlassen wurden, da sie bereits vorab 'freie' Geschlechter des niederen Adels waren.

Babenberger Fehde

Die Babenberger Fehde war eine Auseinandersetzung am Anfang des 10. Jahrhunderts zwischen den Familien der (älteren, oder fränkischen) Babenberger bzw. Popponen und der Konradiner um die Macht im mittleren Maingebiet. Das Ergebnis der – von der Krone angeheizten und gesteuerten – Fehde war für die Babenberger der Verlust der Macht in Franken, für die Konradiner mittelbar der Gewinn des ostfränkischen Königsthrons.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Babenberger_Fehde

Cent/Zent

Eine Zent oder Cent bezeichnete einen Gerichts- und Verwaltungsbezirk im Heiligen Römischen Reich (deutscher Nation), der sich teilweise auf Gaue im Frankenreich zurückverfolgen lässt.

Der Name stammt von lateinisch centum „Hundert“. Ursprünglich das Verwaltungsgebiet über ein „Hundertschaft“ (ca. 100 Familien). Ihr Verbreitungsbereich beschränkt sich aber im Wesentlichen auf ein Gebiet entlang des Mains, gegrenzt im Süden durch die Neckarmündung in den Rhein um im Norden durch den Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zent_(historische_Verwaltungseinheit)

Comitia

Während man im antiken Rom unter "comicia" eine Volksversammlung versteht, bezeichnet der Begriff Mitte des 13.Jhd. einen Verwaltungsbezirk.

Hausgesess

Hausgesess (auch: Hausgesäß) ist eine frühneuhochdeutsche Bezeichnung für einen festen Wohnsitz in einem Haus oder einer Kate mit eigener Feuerstelle bzw. für den gesamten dort wohnhaften Haushalt und hat somit die Bedeutung von „in einem Haus ansässig“. Demgemäß ist ein Hausgesessener ein erwachsener männlicher Haushaltsvorstand und Bewohner eines Hauses oder einer Kate mit eigener Feuerstelle, ohne dass er unbedingt auch der Eigentümer sein muss.

Qielle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausgesess

Huldigung

Die Huldigung war im mittelalterlichen Lehnswesen ein ritualisiertes Treueversprechen.

Lehnswesen

Die Heerschildordnung des Eike von Repgow bietet eine Standesgliederung der mittelalterlichen GesellschaftDie Heerschildordnung des Eike von Repgow bietet eine Standesgliederung der mittelalterlichen GesellschaftDas Lehnswesen (auch Feudal- oder Benefizialwesen von lateinisch Feudum, Feodum oder Beneficium) war eine im mittelalterlichen Europa herausgebildete Herrschafts- und Besitzordnung. Sie beruhte auf dem umfassenden erblichen Nutzungsrecht, das ein Lehnsherr seinen Vasallen oder Lehnsmännern an einer ihm gehörenden Sache, dem Lehen oder Lehnsgut überließ, sowie auf einem wechselseitigen Treuegelöbnis.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lehnswesen

Pfandschilling

Geldsumme, die für ein Pfand gegeben bzw. mit der es eingelöst wird.

Heute mit dem Geldbetrag (Kredit), den man erhält oder der Tilgung der Forderung gleichzusetzen. Hier ist beides gemeint. Der Pfandschilling kann die Kreditsumme beschreiben oder auch die Tilgungsbeträge dieser Forderung. 

Pleban

Ein Leutpriester (übersetzt aus lateinisch plebanus, mittelhochdeutsch liut für lateinisch plebs) oder Pleban war ein Priester, der eine Stelle mit pfarrlichen Rechten (plebes, Pfarrkirche oder Pfründe) tatsächlich besetzte. Er konnte Pfarrer sein, die Seelsorge im Auftrag des Besitzers der Pfarrrechte ausführen oder den (amtsunfähigen) Pfarrer vertreten. Er war in der Regel Weltpriester, unterstand also im Gegensatz zu Klerikern, die einem Kloster oder einer Herrschaft dienten und von diesen abhängig waren, dem Ortsbischof.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leutpriester

Scabini

Im Gerichtswesen die gebräuchliche Bezeichnung für Schöffen.

Stifter

Bei den Stiftungen von Ansiedlungen im deutschen Sprachraum sind dabei sowohl kirchliche Stiftungen als auch weltliche von Bedeutung: Neben den frühen Stiftsgründungen, um als Keimzelle sowohl der Grenzkolonisation wie auch der Mission zu dienen, zählen dazu auch die Gründungsstädte des Spätmittelalters oder nach den Türkenkriegen. Diese Vorhaben finanzierte der jeweilige Landesherr als 'Stifter', der sich dadurch Verdienste um sein Seelenheil erwarb, aber auch finanzielle Verdienste als Lehnsherr.

Vogtei/Vogt

Machtbereich und Amtsgebäude eines Vogtes. Der Vogt regierte und richtete als Vertreter eines Feudalherrschers in einem bestimmten Gebiet im Namen des Landesherrn.

Albrecht I. (Braunschweig)

Albrecht I. der Große, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 1236; † 15. August 1279, auch Albrecht der Lange genannt) aus dem Hause der Welfen, war gemeinsam mit seinem Bruder Johann I. zweiter Herzog von Braunschweig und Lüneburg bis zur Teilung des Herzogtums 1269 und anschließend bis zu seinem Tod erster Regent des neu geschaffenen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_I._(Braunschweig)

Elisabeth von Thüringen

Elisabethfigur in der Marburger ElisabethkircheElisabethfigur in der Marburger ElisabethkircheElisabeth von Thüringen (* 1207 in Pressburg oder in Sárospatak (Ungarn) auf Burg Rákóczi; † 17. November 1231 in Marburg an der Lahn) war eine ungarische Prinzessin und deutsche Landgräfin. Sie wird auch Elisabeth von Ungarn genannt (ungarisch Szent Erzsébet). Sie ist eine Heilige der katholischen Kirche und galt in Deutschland zeitweise auch als „Nationalheilige“. Der Namenstag der Landespatronin von Thüringen und Hessen fällt auf den 19. November, den Tag ihrer Beisetzung. Als Sinnbild tätiger Nächstenliebe wird die Heilige auch im Protestantismus verehrt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Thüringen

Ferdinand Grünewald

Ferdinand GrünewaldFerdinand GrünewaldFerdinand Grünewald (* 27. April 1863 in Kassel; † 5. August 1924 in Biedenkopf). Von 1895 bis 1924 war er Bürgermeister der Stadt. In seine Amtszeit fielen viele Neuerungen in der Stadt, wie die Einführung des elektrischen Lichts, die Ernennung Biedenkopfs als Luftkurort sowie die Einrichtung weiterer kommunaler Einrichtungen. Vor und nach der Arbeit lief er durch die Stadt und suchte nach Verbesserungs- und Änderungsmöglichkeiten für die Stadt. Am 31. März 1924 wurde er, aufgrund seiner Verdienste für die Stadt, besonders in Bezug auf die Förderung des Tourismus, Ehrenbürger der Stadt Biedenkopf.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenbürger_von_Biedenkopf

Mehr über Ferdinand Grünewald im Artikel zum Gedenkstein Fredinand Grünewald.

Giso IV.

Giso IV. (* um 1070; † 12. März 1122) war Graf im Oberlahngau und ab 1121 Graf von Gudensberg in Niederhessen und Reichsbannerträger. Mit ihm erreichte das Grafengeschlecht der Gisonen den Höhepunkt seiner Territorialbesitzungen und Vogteirechte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Giso_IV.

Heinrich I. von Hessen

Heinrich I. von HessenHeinrich I von Hessen

Heinrich I. von Hessen (* 24. Juni 1244; † 21. Dezember 1308 in Marburg) war erster Landgraf von Hessen und Begründer des hessischen Fürstenhauses.

Heinrich, auch das Kind von Brabant genannt, war der Sohn des Herzogs Heinrich II. von Brabant und Sophie von Brabant, der Tochter des Landgrafen Ludwig des Heiligen von Thüringen und der Heiligen Elisabeth.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_I._(Hessen)

Heinrich II. (Hessen)

Heinrich II., genannt Der Eiserne (* vor 1302; † 3. Juni 1376) war Landgraf von Hessen von 1328 bis zu seinem Tod 1376. Mitregent war er bereits seit 1320/21. Heinrich II. war der Sohn von Otto I. von Hessen und Enkel von Heinrich I. Er stammt damit aus der Adelsfamilie der Reginare.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_II._(Hessen)

Heinrich III. (Hessen)

Heinrich III. - HessenHeinrich III. - HessenLandgraf von Hessen, * 15.10.1440 (Marburg ?), getauft 17.11.1440 Kassel, † 13.1.1483 Marburg/Lahn, Ruhestätte in Marburg/Lahn, Elisabethkirche.

Am 4.7.1446 schlossen Landgraf Ludwig I. von Hessen für seinen fünfjährigen Sohn H. und Graf Philipp der Ältere von Katzenelnbogen für seine dreijährige Tochter Anna einen Ehevertrag, der für Hessen ungeahnte, bis heute nachwirkende Folgen haben sollte. Anna erhielt einen Brautschatz von 36 000 Gulden und hatte mit H. auf das elterliche Erbe zu verzichten; sie behielt ihre Rechte jedoch für den Fall, daß die Grafen von Katzenelnbogen ohne männliche Erben ausstürben; Hessen sollte nach dem Tode des Landgrafen Ludwig zu gleichen Teilen unter dessen Söhne Ludwig II. und H. geteilt werden. So wurde die Landgfschaft Hessen 1458 in einer vorläufigen Erbregelung unter die beiden älteren Söhne Ludwigs geteilt, während die jüngeren Söhne Hermann und Friedrich († 1463) abgefunden wurden.

Quelle: https://www.deutsche-biographie.de/sfz53191.html

Heinrich III. (Meißen)

Codex Manesse Markgraf Heinrich von MeißenCodex Manesse Markgraf Heinrich von MeißenHeinrich III., genannt der Erlauchte (* um 1215 in Meißen?; † 15. Februar 1288 in Dresden) war seit 1221 als Heinrich III. Markgraf von Meißen und als Heinrich IV. Markgraf der Lausitz, Landgraf von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen aus dem Hause Wettin.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_III._(Meißen)

Heinrich Raspe

Siegel von Heinrich RaspeSiegel von Heinrich RaspeHeinrich Raspe (* 1204; † 16. Februar 1247 auf der Wartburg) war als Heinrich Raspe IV. ab 1241 Landgraf von Thüringen und 1246/47 Gegenkönig zu Kaiser Friedrich II. und dessen Sohn Konrad IV. Raspe war der letzte Landgraf und einzige König aus dem Haus der thüringischen Ludowinger. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein galt er als „Pfaffenkönig“. Diese Betrachtungsweise wird in jüngeren Forschungsbeiträgen modifiziert.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Raspe_IV.

Herren von Hohenfels

Wappen derer von Hohenfels HessenWappen derer von Hohenfels HessenDie Herren von Hohenfels war ein reich begütertes und in mehrere Linien geteiltes hessisches Adelsgeschlecht. Es gehörte dem Niederadel an und wurde erstmals 1174 genannt, als ein Ludwig von Hohenfels (»lodewicus de honsvels«) zusammen mit Konrad von Marburg als Zeuge bei einer Belehnung eines Grafen von Berg anwesend war.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hohenfels_(hessisches_Adelsgeschlecht)

Herzog Gebhard

Gebhard (*832-†879 bezeugt) aus dem Geschlecht der Konradiner, war Graf im Niederlahngau und 845 Stifter von St. Severus in Kettenbach/Gemünden im Westerwald. Es wird angenommen, dass er ein Sohn des Grafen Udo (des Älteren) im Lahngau, besser als Odo von Orléans bekannt, war.

Gebhard war als treuer Gefolgsmann des Kaisers Ludwig des Frommen bekannt. Dies führte dazu, dass er gemeinsam mit Abt Grimald von Weißenburg im Januar 834, als Ludwig zum zweiten Mal abgesetzt worden war, von dessen Sohn Ludwig dem Deutschen zu ihm nach Aachen geschickt wurde, ohne jedoch aufgrund der Bewachung des alten Kaisers ihre Botschaften überbringen zu können. Im Jahr 839 war es dann Ludwig der Fromme selbst, der Gebhard, Bischof Badurad und Markgraf Bernhard von Toulouse als seine Gesandten bei den Verhandlungen in Blois mit seinem Sohn Lothar einsetzte. Das Vertrauensverhältnis Gebhards zu Ludwig dem Deutschen wurde allerdings stark belastet, als Gebhards Söhne sich 861 gegen den König erhoben, abgesetzt wurden und zu Karl dem Kahlen flüchteten. 879 trat er in das Kloster Gemünden ein.

Quelle: https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/498433

Karl III.

Karl III.Karl III.Karl III. der Einfältige (im Sinne von: der Geradlinige; lateinisch Carolus Simplex, französisch Charles le Simple; * 17. September 879; † 7. Oktober 929 in Péronne) war König der Westfranken bzw. des Westfrankenreichs von 893/98 bis 923. Er stammte aus dem Geschlecht der Karolinger.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_III._(Frankreich)

Ludwig I. (Thüringen)

Ludwig I Landgraf von ThüringenLudwig I. († 12. Januar 1140), der Sohn Graf Ludwigs des Springers und dessen Gemahlin Adelheid von Stade, wurde 1131 vom späteren Kaiser Lothar III. zum Landgrafen von Thüringen erhoben und regierte bis 1140. Der Titel des Landgrafen wurde eigens für ihn geschaffen. Nach der Familienfolge wäre er eigentlich Ludwig III. gewesen, doch gewann er für sein Geschlecht die Landgrafschaft Thüringen und bei solchen titularen oder territorialen Zugewinnen ist es allgemein üblich, die Zählung wieder von vorn zu beginnen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_I._(Thüringen)

Ludwig II. (Münster)

Ludwig Landgraf von Hessen (* 1282 oder 1283; † 18. August 1357 in Münster) war als Ludwig II. seit 1310 Bischof von Münster und damit auch Landesherr des Hochstifts Münster. Seine 47 Jahre währende Amtszeit war die längste aller münsterschen Bischöfe.

Er stammte aus dem Haus Hessen, das im Mannesstamm auf das Haus Brabant zurückführt. Der Vater war Landgraf Heinrich I. von Hessen († 1308), die Mutter war Mechthild Gräfin von Kleve.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_II._(Münster)