Gedenkstein Ferdinand Grünewald

Von 1895 bis zur gesundheitlich bedingten Pensionierung 1924 war Ferdinand Grünewald Bürgermeister der Stadt Biedenkopf. 

Ferdinand GrüenewaldFerdinand GrüenewaldGeboren wurde Ferdinand Grünewald am 27. April 1863 in Kassel und war der erste Bürgermeister, der nicht aus Biedenkopf stammt. 

Sein Vorgänger, Jakob Unverzagt, war von 1868 bis 1895 als Bürgermeister tätig und 27 Jahre im Amt. Grünewald übertraf sogar noch die lange Amtszeit um zwei Jahre. Grünewald wurde in den Jahren 1895,1898,1910 und 1922 dreimal zum Bürgermeister gewählt. 1924 musste er gesundheitsbedingt das Amt aufgeben und ging in Pension. 

Grünewald, der in Kassel die Oberrealschule besucht hatte und seine Ausbildung beim Landratsamt absolvierte, zog nach Ernennung zum Bürgermeister zusammen mit seiner Frau Anna und den Kindern Friedrich (*1891), Erna (*1892) und Else (*1894) nach Biedenkopf. Gewohnt hat die Familie in der Hainstraße 82, wo noch 1899 der Sohn Erich zur Welt kam. In der Villa, gegenüber der Sporthalle bei der Grundschule, befindet sich heute das Unternehmen Kaphingst.

Grünewald hat sich schnell eingelebt und in die Stadt "verliebt" und sein Einsatz für die Stadt, insbesondere im Bereich des Toursimus, lässt sich heute noch sehen. So gehört zB der Brunnen die Felsenfontäne dazu, der Rundwanderweg im Schwarzenbachtal und bei den Tannenhäuser, der Kolumbustempel geht auf sein heute noch sichbare Engegement für die neue Heimat zurück. 

Weiterhin sorgte er für den Bau eines Schwimmbades bei der Obermühlsbrücke, die Aushebung eines Eisteiches oberhalb vom Schwimmbad und eine Rodelbahn bei der Kuhleiche (Standort des Himmelborn). Für die Infrastruktur sorgte er für den Ausbau einer zentralen Wasserversorgung, sowie für den Bau eines Elektrizitätswerk.

Weiterhin gründete er den "Verschönerungsverein zu Biedenkopf", dem er auch zugleich Vorstand. Aufgrund seiner Initiative wurden viele Anlagen in Biedenkopf gebaut, die insgesamt sehr viel dazu beigetragen haben, dass sich Biedenkopf seit jener Zeit als Luftkurort Biedenkopf bezeichnen darf. Am 5. August 1924 ist Grünewald im Alter von 71 Jahren gestorben. Wenige Jahre nach seinem Tod wurde im Neubaugebiet beim Kiesacker zu Ehren des Ehrenbürgers die Grünewaldstraße angelegt. 

Quelle:
Auf Biedenkopfs Spuren, S.30
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenbürger_von_Biedenkopf

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