Brunnen

In Biedenkopf und in Biedenkopfs Wäldern sind viele Brunnen angelegt worden. 

An dieser Stelle finden Sie Fotos und, sofern möglich, auch eine Beschreibung dieser Brunnen. Die meisten Informationen zu den Brunnen habe ich aus dem Buch "Auf Biedenkopfer Spuren" von Thomas Böhle entnommen, welches vom Hinterländer Geschichtsverein herausgegeben wird.Das Buch kann man durchaus empfehlen. Es werden auch vergangene Orte beschrieben, die nicht mehr vorhanden sind. Sollte bei keinem "Birreköpper" fehlen.  

Bezogen werden kann es über die ISBN-Nr: 978-3-00-03637-5 - Link: Band 10

Amselborn

1896 wurde dieser Brunnen vom "Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs" erbaut. Über dem Brunnen befindet sich eine Zisterne, wo es auch eine Pumpe gegeben haben könnte.

Diese Zisterne ermöglichte es bis nach dem 2.Weltkrieg das darunter gelegende Waldhotel Berggaren und auch das Hotel Tannenhäuser mit Frischwasser versorgen. Das Hotel Tannehäuser machte sogar Werbung mit elektrischem Licht und frischem Gebirgsquellwasser. 

Der Brunnen versorgt auch die im gleichen Zeitraum angelegte "Felsenfontäne" mit Wasser. Der Druck für die Fontäne wird heute mit einer kleineren Zisterne erzeugt. Früher floss das Wasser aus einem Löwenkopf, der aus Kupfer gefertigt war. Doch dieser ist entwendet worden. 

Im Jahr 2000 wurde diese Anlage und die darunter gelgene Felsenfontäne durch die Gruppe der "Pensionäre und Rentner" (Pur) gründlich saniert.  

Arnoldsborn

Die Gegend, wo sich der Brunnen befindet wird "Im Arnoldsgrund" genannt. Daher leitet sich der Name des Brunnen ab, der sich auf dem Weg zwischen den Hochbehältern auf der Eckeseite und Goldkiste befindet.

Leider ist dieser Brunnen in einem sehr desolaten Zustand und müsste dringend erneuert werden. Über die Entstehung und Baujahr ist leider nichts bekannt.

Wir selbst haben diesen Brunnen in meiner Kindheit dazu genutzt um unser Wochenendhaus in der Nähe mit Frischwasser zu versorgen. Aufgrund des sehr schlechten Zustand würde ich heute kein Wasser aus diesem Brunnen trinken.

Carlsborn

Nahe der Schutzhütte Dappesboden befindet sich der Carlsborn.
Carl Leydecker, der im Grenzgangsjahr 1928 Führer der Männergesellschaft Hainstraße, 1935 Männerhauptmann war, entdeckte die Quelle im Jahr 1928. Noch im gleichen Jahr errichtete man den Brunnen. Bei der Einweihung des Brunnen waren alle vier Führer des Grenzgangs 1928 der Männergesellschaft Hainstraße anwesend: Carl Meier, Carl Leydecker, Carl Wagner und Carl Gade. Kurios ist, alle haben den gleichen Vornamen und so wurden sie damals auch als die "Carls-Führer" bezeichnet.